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Zentraler Tag der Heimat 2018 in Thüringen  

 

Der Bund der Heimatvertriebenen e.V. hatte traditionsgemäß zum „Tag der Heimat“ in das Gasthaus „Zur Schenke“ in Erfurt-Alach am 15.09.2018 eingeladen.

 

 

8 Musiker der Blaskapelle „Die Hiesigen“, welche rund um den Rennsteig zu Hause sind, sorgten schon zu Beginn für gute Unterhaltung.

 

 

 

In der Festrede des OMV- Bundesvorsitzenden und Landesvorsitzenden des BdV- Thüringen,  Egon Primas (MdL), wurde zur gegenwärtigen Heimatdiskussion klar Stellung bezogen.

 

Er betonte, dass die deutschen Heimatvertriebenen es erfahren mussten, was Heimatverlust bedeutet. Auch die Bundeskanzlerin hat am diesjährigen Gedenktag erklärt, es habe „weder eine moralische noch eine politische Rechtfertigung“ für die Vertreibung gegeben.

 

 

 

Nach der Festrede nutzte Landesvorsitzender Egon Primas die Veranstaltung, um sich herzlich bei Alfred Pauer zu bedanken, der von Beginn an im BdV Landesvorstand mitgearbeitet hat und in diesem Jahr nicht wieder kandidierte. Über 25 Jahre im Landesvorstand und als stellvertretender Landesvorsitzender, ein unermüdliches Engagement, welches Alfred Pauer aber weiterhin als Vorsitzender des Regionalverbandes Eisenach und als Vorsitzender der Landesgruppe der Sudetendeutschen im BdV Thüringen fortführen wird.

 

Seine Nachfolgerin im Amt, Brigitte Pupowski, überreichte ihm ein kleines Dankeschön vom Vorstand.

 

 

 

Mit der Silbernen Ehrennadel des Bundesverbandes des BdV konnten zwei Heimatfreundinnen aus dem Regionalverband Eisenach

ausgezeichnet werden.

 

Herr Pauer überreichte sie im Auftrag des Präsidenten Bernd Fabritius an Helga Weber, Christel Arnold.

 

 

 

 

Mit der Ehrenmedaille des BdV Landesverbandes Thüringen „Für Verdienste in Treue zur Heimat“, der höchsten Auszeichnung des Verbandes, wurden für ihre Ehrenamtsarbeit der stellvertretende Landesvorsitzende Friedhelm Häßner und Kurt Respondek. ausgezeichnet.

Herr Häßner ist außerdem Vorsitzender des Kreisverbandes Suhl/Hildburghausen.

 

 

Kurt Respondek, welcher aus gesundheitlichen Gründen seine Auszeichnung leider nicht persönlich in Empfang nehmen konnte, war bis 2017 der Chorleiter des BdV-Chores „Harmony“ in Bad Lobenstein und hier sowie über die Grenzen hinaus in seiner schlesischen Heimat sehr erfolgreich tätig. Manfred Steller aus Bad Lobenstein und Chormitglied nahm die Auszeichnung in Empfang und versprach, diese noch am selben Tag Herrn Respondek zu überbringen.

 

 

Die Goldene Ehrennadel der

Bundeslandsmannschaft Schlesien wurde Heinz Kapusta verliehen.

 

 

 

Mit großem Beifall wurde die Auszeichnung mit dem „Schlesierkreuz“ der Bundeslandsmannschaft Schlesien an unser Vorstandsmitglied der Landesgruppe Thüringen, Helmut Bednarek, begrüßt.

 

Helmut Bednarek, am 29. Juli 1939 in Oppeln geboren, ist für seine hervorragende Kulturarbeit in vielen Kreisverbänden bekannt. Besonders wichtig sind die von ihm organisierten BdV-Ausstellungen zu Themen von „Flucht, Vertreibung und Verständigung“ im Kreis Schmalkalden/ Meiningen. Helmut Bednarek kam 1957 in die DDR und pflegt seitdem enge Beziehungen zu seiner oberschlesischen Heimat.

 

Seine Berufung ist die Malerei. So überreichte er Eichendorff-Portraits für die 5 Schulen in Oberschlesien, die den Namen „Eichendorff“ tragen. Ebenso malte Helmut Bednarek ein Goethe-Ölgemälde für die Goethe- Schule in Cosel- Rogau.

 

Sehr wertvoll für die Unterrichtsarbeit an den oberschlesischen Schulen sind die zahlreichen DVD-Filme, die Helmut Bednarek gemeinsam mit seiner Frau hergestellt hat, so u.a. Filme über den Dichter Eichendorff, Graf von Acor (Pionier der Funktechnik) und den Baumeister Zwirner (Vollender des Köllner Doms). Diese Filme unterstützen nicht nur den Geschichts- und Landeskundeunterricht an den oberschlesischen Schulen, sondern sie finden auch großes Interesse bei der Bevölkerung, die dadurch ihr Wissen über Persönlichkeiten ihrer Region erweitern.

 

Große Anerkennung erfuhr Helmut Bednarek im Jahre 2003 durch die Evangelisch- Augsburgische Gemeinde in Bad Warmbrunn (Cieplice Zdroj), als er eine von ihm geschaffene Kopie des Portraits von Pfarrer Fritze als Ölgemälde übergab. Pfarrer August Jacob Fritze gilt als der Erbauer der evangelischen Kirche in Bad Salzbrunn, eine der schönsten Barockkirchen in Niederschlesien. Somit leistete Helmut Bednarek einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der deutschen Kunst und Kultur in den Vertreibungsgebieten.

 

Herr Bednarek ist Träger der „Eichendorff- Medaille“ der Eichendorff- Stiftung in Lubowitz, Träger der Ehrenmedaille des BdV- Landesverbandes Thüringen e. V. und Kunstpreisträger des BdV-Landesverbandes Thüringen e. V. Ein weiterer Glücksfall für unsere grenzüberschreitende BdV- Arbeit ist, dass Herr Bednarek fließend polnisch spricht und uns als Dolmetscher gern zur Verfügung steht.

 

Der Nachmittag dieser Festveranstaltung wurde Dank der großartigen Blaskapelle zu einem Nachmittag mit Musik, auch aus der Heimat, und lud so manchen zum Tanzen ein.